Tourenskischuhe & Skitourenstiefel: Tipps & Empfehlungen

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Langlauf in der Loipe auf gerader, kurzer Strecke ist Dir auf die Dauer zu langweilig und Du willst zur Abwechslung ins Gelände? Kein Problem, wie wäre es mit einer Skitour? Dabei gibt es garantiert viel zu sehen und noch mehr zu erleben. Allerdings benötigst Du dafür eine etwas speziellere Ausrüstung inklusive dazu passendem Skitourenschuh. Bei einem solchen Modell handelt es sich um einen abgewandelten Alpin-Schuh, bei dem sich unter anderem der Schaft entriegeln lässt, damit Du Dich besser bewegen kannst, wenn Deine Ski parallel stehen. Aber das ist natürlich nicht das einzige Merkmal, das Skitourenschuhe besonders macht. Gehen wir dem Ganzen doch ein wenig genauer auf den Grund …

Was Du in diesem Artikel lernst:

  • Was für Modelle es im Bereich der Tourenskischuhe gibt,
  • Mit welchen Verschlusssystemen sie ausgestattet sind,
  • Worauf es bei der Größe und Passform ankommt und
  • Wie sie durch die richtige Pflege möglichst lange in Topform bleiben.

Skitourenschuh Unterschiede: Vergleich

Aufstiegsorientierte Skitourenschuhe

„So leicht wie möglich“ – das könnte das Motto für alle Modelle eignen, die beim Tourenski den Fokus auf den Aufstieg legen. Absolut logisch, denn wer schnell nach oben möchte und dabei viele Höhenmeter so zügig wie möglich überwinden will, der will kein Gramm zu viel an den Füßen. In der Konsequenz wiegen solche Exemplare meist etwa 1 Kilogramm je Schuh, sind sehr beweglich und werden mit 2 bis 3 Schnallen verschlossen.

Ideal, um schnell hoch hinaus zu kommen – allerdings etwas weniger gut, wenn es jeweils um die Isolierung und die Abfahrtsperformance geht. An der Isolierung solltest Du Dich bei dieser Wahl aber eh nicht so stören, denn es wird Dir bei reichlich Schwung nach oben bestimmt eh warm genug. Und was die Abfahrt betrifft, dafür gibt es ebenfalls einen darauf spezialisierten Skitourenschuh Typ*!

Auf einen Blick:

  • wenig Gewicht (meist zwischen 950 und 1.200 g)
  • 2 bis 3 Schnallen als Verschluss
  • Material: Grilamid oder Carbon
  • Schaftbeweglichkeit hoch (bis zu 55 °)
  • gummierte Sohlen sorgen in felsigen Kletterpassagen für einen guten Grip

Abfahrtsorientierte Tourenskischuhe

Ein abfahrtsorientierter Skitourenschuh* zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Dir auf der Abfahrt einen sicheren Halt bietet. Dafür sorgen unter anderem die 3 bis 4 Verschlussschnallen, seine Robustheit, eine möglichst gute Kraftübertragung, ein ausgewogener Flex und eine ordentliche Schaftbeweglichkeit. Perfekt für den Ritt über Pulverschnee bergab. Dass die Schuhe dadurch nicht die leichtesten sind und nicht ganz so viel Beweglichkeit wie die Aufsteiger mit sich bringen, dürfe sich durch das Plus an Abfahrtsspaß wohl verschmerzen lassen.

Auf einen Blick:

  • mittleres Gewicht (meist zwischen 1.300 und 1.450 g)
  • 3 bis 4 Schnallen als Verschluss
  • Material: Grilamid, Carbon oder Pebax
  • Schaftbeweglichkeit im mittleren bis höheren Bereich (bis zu 45 °)
  • Innenschuh gewährleistet eine gute Isolation und Kraftübertragung
  • gummierte Sohlen sorgen in felsigen Kletterpassagen für einen guten Grip

Allround Skitourenschuh

Ob runter oder rauf, Du bist immer bestens drauf? Dann brauchst Du einen Skitourenschuh, der jeden Spaß mitmacht. Kannst Du haben – und zwar in Form des Allrounders*. Sicherlich wirst Du damit nicht unbedingt unter die extremen Spezial-Aufsteiger*innen beziehungsweise -Abfahrer*innen gehen. Aber das ist auch gar nicht notwendig, wenn Du einfach etwas Zeit in der Natur und auf abwechslungsreichen Strecken verbringen willst. Allround-Tourenskischuhe sind dabei Deine perfekten Begleiter, denn durch 3 bis 4 Verschlussschnallen sind sie sowohl angenehm beim Aufstieg als auch stabil in der Abfahrt. Durch die vergleichsweise hohe Schaftbeweglichkeit stellt sich aber auch das Laufen als ziemlich praktikabel dar. Und der bequeme Innenschuh trägt ebenso zur optimalen Kraftübertragung bei, wie dass er deine Füße gekonnt gegen Kälte isoliert.

Auf einen Blick:

  • mittleres Gewicht (meist zwischen 1.200 und 1.400 g)
  • 3 bis 4 Schnallen als Verschluss
  • Material: Grilamid, Carbon oder Pebax
  • Schaftbeweglichkeit im mittleren bis höheren Bereich (bis zu 50 °)
  • Innenschuh gewährleistet eine gute Isolation
  • gummierte Sohlen sorgen in felsigen Kletterpassagen für sehr guten Grip

Racer

Beim Tourenski ist jede Sekunde zu viel beim Aufstieg verschwendete Lebenszeit, weil es für Dich nichts Schöneres gibt, als im Handumdrehen auf dem Gipfel zu stehen? Gerne auch im Wettkampf gegen andere? Und auf die Abfahrt kommt es Dir dann gar nicht so sehr an? Unter diesen Umständen könnten Racer* genau die richtigen Skischuh-Modelle für Dich sein. Sie wirken fast ein bisschen wie Langlaufschuhe und sehen ein wenig so aus als seien sie der Zukunft entsprungen. Aber das passt auch genau zu den Aspekten, die sie mit sich bringen und die Dir zu einem schnellen Gipfelsturm verhelfen. Ein minimales Gewicht, eine extrem hohe Beweglichkeit und nur ein leicht zu bedienender Verschluss machen sie im Hinblick auf Dein Vorhaben sehr komfortabel. Dass sie dafür nicht so abfahrtsstabil und wärmeisolierend ausfallen, dürfte sich im Gegenzug von selbst erklären.

Auf einen Blick:

  • extrem wenig Gewicht (meist zwischen 500 und 850 g)
  • oft nur eine Schnalle oder etwas vergleichbares als Verschluss, um eine sehr schnelle und einfache Öffnung zu gewährleisten
  • Material: Carbon
  • Schaftbeweglichkeit im sehr hohen Bereich (bis zu 60 °)
  • muss an sich sehr steif sein

Freestyle Tourenstiefel

Mit dem Lift ein Stück nach oben und dann quer über die Berge? Am liebsten dort, wo bisher noch keiner im Pulverschnee war? Und dann ab ins Tal, am liebsten mit ein paar Jumps, Highspeed und einer so hohen Abfahrtsperformance wie nur denkbar? Das funktioniert am besten mit Freestyle Tourenskischuhen*, die eng sitzen (weil mehr gefahren als gelaufen wird), 4 Schnallen, einen vorgeformten, optimal isolierenden Innenschuh sowie einen progressiven Flex mitbringen. Gleichzeitig sorgt ein höheres Gewicht für Stabilität bei der Abfahrt, während die Schaftbeweglichkeit nicht so hoch zu sein braucht.

Auf einen Blick:

  • mittleres bis hohes Gewicht (meist zwischen 1.400 und 1.650 g)
  • 4 Schnallen als Verschluss
  • Material: Grilamid, Carbon oder Pebax
  • Schaftbeweglichkeit im mittleren Bereich (bis zu 40 °)
  • muss an sich ziemlich steif sein und eine straffe Passform besitzen
  • Innenschuh gewährleistet eine gute Isolation und Kraftübertragung
  • gummierte Sohlen sorgen in felsigen Kletterpassagen für ordentlich Grip
Wie finde ich den perfekten Skitourenschuh?

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Welche Skitourenschuh Marken sind gut?

Wie immer bei Skischuhen bieten die verschiedensten Hersteller unterschiedliche Modelle in Abhängigkeit vom jeweiligen Bedürfnis der Tourenskigeher*innen an. Besonders hochwertige Tourenstiefel stellen dabei unter anderem her…


Größentabelle für Tourenskischuhe

Dynafit – Hoji Pro Tour*

Mondo PointEUUKUS MenUS Women
22.035345
22.5363,54,55,5
23.036 2/3456
23.537 1/34,55,56,5
24.038567
24.538 2/35,56,57,5
25.039 1/3678
25.5406,57,58,5
26.040 2/3789
26.541 1/37,58,59,5
27.0428910
27.542 2/38,59,510,5
28.043 1/391011
28.5449,510,511,5
29.044 2/3101112
29.545 1/310,511,512,5
30.046111213
30.546 2/311,512,513,5
31.047 1/3121314
31.54812,513,514,5
Letzte Aktualisierung: 30. November 2021 um 19:20 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Scarpa – F1 LT Tourenstiefel*

Mondo PointEUUKUS MenUS Women
21.034,5 – 35,0234
21.535,0 – 35,52,53,54,5
22.035,5 – 36,0345
22.536,0 – 36,53,54,55,5
23.037,0 – 37,5456
23.537,5 – 38,04,55,56,5
24.038,5 – 39,0567
24.539,0 – 39,55,56,57,5
25.039,5 – 40,0678
25.540,0 – 40,56,57,58,5
26.040,5 – 41,0789
26.541,0 – 41,57,58,59,5
27.042,0 – 42,58910
27.542,5 – 43,08,59,510,5
28.043,0 – 43,591011
28.543,5 – 44,09,510,511,5
29.044,5 – 45,0101112
29.545,0 – 45,510,511,512,5
30.045,5 – 46,0111213
30.546,0 – 46,511,512,513,5
31.047,0 – 47,5121314
31.547,5 – 48,012,513,514,5
32.048,5 – 49,0131415
32.549,5 – 50,013,514,515,5
33.050,0141516
Letzte Aktualisierung: 30. November 2021 um 19:40 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Scott – Cosmos III*

Mondo PointEUUKUS
22.033,523
23.03534
23.5363,54,5
24.036,545
24.537,556
25.0385,56,5
25.53967
26.04078
26.5417,58,5
27.04289
27.542,58,59,5
28.043910
28.543,59,510,5
29.0441011
29.5451112
30.045,511,512,5
30.546,51213
31.04712,513,5
31.5481314
Letzte Aktualisierung: 30. November 2021 um 23:40 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Verschlusssysteme

Wie bei anderen Skischuhen ist bei den Skitourenstiefeln relevant, dass die Bindungen zu den Fähigkeiten der Tourengeher*innen und den Gegebenheiten der Tour passen. Und das betrifft Fans von Aufstiegen, Abfahrten, Races und dem Freeriding gleichermaßen. Tendenziell gilt die Faustregel: Je weiter und schneller nach oben, desto leichter die Bindung – mit je mehr Schwung bergab, desto stabiler und schwerer sollte sie im Sinne einer höheren Kraftübertagung sein. Aber welche Bindungstypen stehen denn jetzt eigentlich zur Debatte?

Rahmenbindung

Die Rahmenbindung* zeichnet sich dadurch aus, dass sie den Schuh genauso wie eine klassische Alpin-Bindung mithilfe von Hinter- und Vorderbacken festhält. Durch einen ebenfalls identisch-leichten Einstieg in die Bindung und die hohe Kompatibilität mit alpinen wie mittelscheren bis schweren Tourenskischuh-Modellen ist ein ziemlich hoher Komfort gegeben.

Darüber hinaus erfüllt eine Bindung dieses Typs bei einer korrekten Einstellung alle DIN- / ISO-Normen und lässt sich auch unter herausfordernden Umständen einfach und komfortabel justieren. Die damit verbundene Stabilität bringt selbst in extrem steilem oder mit Tiefschnee versehenen Gelände viel Sicherheit mit sich (Bewegung des kompletten Rahmens beim Aufstieg, Fixierung des Ski im hinteren Bereich bei der Abfahrt). Die damit verbundenen vergleichsweise hohen Auslösewerte kommen dabei „aggressiveren“ Freestyler*innen sehr zugute – allerdings muss durch die Rahmenbindung auch mit einem höheren Gewicht der Gesamtkonstruktion gerechnet werden, was bei längeren Touren zu einem größeren Energieverbrauch führt.

Tech-Bindung / Pin Bindung

Im Gegensatz zur Rahmenbindung kommt die Tech-Bindung* mit lediglich 2 Metallzapfen aus, die den Schuh am Bindungsvorderbacken fixieren. Schon alleine daran lässt sich erkennen, dass somit ein speziell dazu passender Skitourenschuh gefragt ist. Die Nutzung von Alpin-Skischuhen mit Inserts bietet sich allerdings nicht an, da sie meist nicht so flexibel wie ’sortenreine‘ Tourenskischuhe sind.

In Kombination mit dem geringen Gewicht und der dichten Positionierung des Schuhs am Ski (es ist ja kein Rahmen im Weg) ist die Tech-Bindung seit jeher für Fans des Aufstiegs und Racer*innen sehr interessant. Aber auch ansonsten punktet sie mit einer direkteren Kraftübertragung durch einen niedrigen Schwerpunkt und ein leichteres Drehen, wenn es um Touren durch den Tiefschnee geht. Allerdings musst Du den Umgang mit einer Tech-Bindung erst ein wenig üben, was aber dank der direkt in die Bindung integrierten Einstiegshilfen einiger Hersteller nicht das große Ding sein sollte. Und weil natürlich immer noch weiter geforscht und entwickelt wird, kommen die Produzenten inzwischen auch den Abfahrer*innen und Freestyler*innen in puncto höhere Auslösewerte entgegen.

Zusätzliche Tipps zu den Bindungen

Wie bereits deutlich geworden sein dürfte, ist der Auslösewert (auch als Z-Wert bekannt) nicht zu unterschätzen. Er drückt aus, ab welchem Punkt die Bindung bei Schlägen oder Stürzen auslöst. Je leichter Du bist und je vorsichtiger Du fährst, desto idealer ist ein geringerer Wert. Da sich die Rahmen- und die Tech-Bindung diesbezüglich in ihrer Grundkonstruktion schon etwas unterschieden, bekommst Du durch ihre jeweilige Eignung für Aufstiege, Abfahrten, Races und Freestyle-Touren vielleicht schon einen ersten Eindruck davon, welche für Dich tendenziell besser geeignet ist.

Abgesehen davon solltest Du zudem darauf achten, wie

  • leicht die Steighilfen zu bedienen sind.
  • kompatibel die Bindungen mit Harscheisen* sind (diese bieten bei eisigen und / oder harschigen Hängen beim Aufstieg noch einmal Extra-Halt.
  • und ob Skistopper* (damit der Ski bei einem Sturz nicht direkt abhanden kommt; bei Rahmenbindungen immer dabei, bei Tech-Bindungen nachrüstbar) dabei sind oder noch dazu gekauft werden müssen.
Skitourenschuh Bindung

Was ist die Skitourenschuh Sohlenlänge?

Die Bezeichnung „Sohlenlänge“ beschreibt das äußere Tourenskischuh Maß, wird in Millimetern angegeben und zeigt an, wie viele Millimeter der Sohle mit der Bindung harmonieren müssen. Sie darf nicht mit der in Mondopoint gegebenen Fußlänge verwechselt werden. Diese wird nicht nur in Zentimetern angegeben, sondern ist auch für die Schuhinnenmaße relevant. Meist steht die Sohlenlänge auf der Skischuh-Außenseite im Bereich der Ferse, wobei sich die Position von Hersteller zu Hersteller verändern kann.

Eine korrekt bestimmte Sohlenlänge ist deshalb so relevant, weil sie bei der Bindungsmontage und Einstellung für ein ausgewogenes Fahrgefühl sorgt. Gleichzeitig besitzt die Bindung beim Skitourenschuh je nach Modell sehr unterschiedliche Verstellbereiche. Mit manchen Varianten kannst Du gut 3 Schalengrößen bedienen. Bei ultraleichten Racern lässt sich jedoch gar nichts verstellen. Von daher: Gut, wenn Du erst einen geeigneten Schuh und danach die Bindung für den Schuh aussuchst. So musst Du nicht dummerweise neu bohren.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die Sohlenlänge weder proportional noch antiproportional mit den Schuhgrößen verbunden ist und auch nicht einheitlich genormt ist. Insofern solltest Du Dich bei den Herstellern individuell schlau machen und schauen, welchen Stil Du laufen willst. Denn auch in dieser Hinsicht können die Längen variieren – kürzere Sohlenlängen kommen meistens mit weniger Gewicht, aber mehr Gehkomfort daher, was beispielsweise beim Racing von Vorteil ist.


Welcher Flex Index bei Skitourenschuhen?

Mit dem Flex Index gibt man beim Skitourenschuh den Widerstand, also die Steifigkeit, des Schaftes nach vorne an. Oder mit anderen Worten: Hohe Flexwerte zeigen an, dass der Skischuhschaft recht unbeweglich ist, dafür aber auch mehr Halt bietet. Für niedrige Werte gilt das genaue Gegenteil. Für welche Werte Du Dich idealerweise entscheidest, hängt davon ab, was für einen Lauf- und Fahrstil Du bevorzugst und wie dir der Schuh dabei entgegen kommen soll. Tipp zur Orientierung: Ein mittlerer Flex im Bereich von 90 bis 100 liegt im Allrounder-Bereich und ermöglichst sowohl komfortable Aufstiege wie ein sicheres Gefühl bei Abfahrten.

Skitourenschuh-anpassen

Leistenbreite beim Skitourenschuh: Was ist das?

Die „Leistenbreite“ des Tourenskischuhs drückt aus, wie breit Dein Fuß an der breitesten Stelle (bei den meisten Leuten an den Ballen) ist. Um sie zu bestimmen, brauchst Du nur Deinen Fuß auf ein Blatt Papier zu legen, die Konturen abzuzeichnen und diese Region auszumessen. Allerdings musst Du dabei darauf achten, dass Deine Fußposition beim Fahren durch das Nach-vorne-Lehnen etwas anders ist. In der Folge liegt mehr Gewicht im Ballenbereich und die Breite kann größer ausfallen. Zudem bieten sich für Einsteiger*innen weitere Schuhe mit weichem Flex und dickem Innenfutter an, die sich gut an den Fuß anpassen. Bei bereits mehr Übung fallen die Innenschuhe und Leistenbreiten dann meist dünner beziehungsweise schmaler aus.


Was ist der Vorlagewinkel bei Skitourenschuhen?

Der Vorlagewinkel drückt aus, wie weit sich der Schaft im Abfahrtsmodus nach vorne neigen kann. Tourenskistiefel zeichnen sich in der Regel durch einen Winkel zwischen 15 und 18 ° aus, wobei ein höherer Winkel mehr Aggressivität beim Fahren zulässt.


Was ist die Schaftrotation?

Mithilfe der Schaftrotation lassen sich zwei verschiedene Faktoren anzeigen.

  • Einmal, wie weit der Schaft nach der Entriegelung nach vorne und hinten gebeugt beziehungsweise gestreckt werden kann.
  • Und andererseits, wie groß die dafür aufgewendete Kraft jeweils sein muss.

Normalerweise verhalten sich beide Faktoren antiproportional; das heißt, dass eine größere Beugung und Streckung meist weniger Kraft voraussetzt – und umgekehrt.

Tourenskischuh Bindung

Lassen sich Innenschuhe nachbestellen?

Gerade dann, wenn Du häufig und ausgedehnte Skitouren unternimmst, dürfte dieser Aspekt für Dich interessant sein. Immerhin verschleißen Innenschuhe* durch die hohe Belastung und den intensiven und direkten Kontakt zum Fuß schneller als die Außenschale. Am besten informierst Du Dich also direkt beim Hersteller, ob er für die von Dir präferierten Modelle Ersatz beschaffen kann und zu welchen Konditionen das der Fall ist.

Letzte Aktualisierung: 30. November 2021 um 20:20 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Skitourenschuh anpassen: Tipps zur perfekten Passform

Wenngleich Tourenskischuhe den Alpin-Modellen beim Skifahren schon recht nahe kommen, sind sie mit diesen dennoch nicht ganz identisch. Sie dürfen in puncto Schaftbeweglichkeit also durchaus flexibler sein. Allerdings solltest Du dabei zwischen gewünschter Beweglichkeit und zu viel Spiel im Schuh unterschieden. Letzteres lässt sich durch dickere Socken oder eine Extra-Einlegesohle ausgleichen. Diese wird dabei am besten zwischen Schale und Innenschuh platziert, wobei der Innenschuh beim Wiedereinsetzen in die Schale ohne Falten einzusetzen ist. Alternativ kann es auch Sinn ergeben, auf orthopädische Sohlen zurückzugreifen, zumal sie zu einem optimaleren Kraftschluss beitragen. Beachte dabei jedoch, dass sie voluminöser sind.

Davon abgesehen spielen die folgenden Aspekte bei der Auswahl des richtigen Schuhs für Skitouren ebenfalls eine Rolle.

  • Ein Skitourenschuh sollte lieber enger und kleiner als zu weit sein.
  • Der Innenschuh darf nicht zu eng geschnürt werden, damit die Beweglichkeit erhalten bleibt.
  • Es kommt sehr selten vor, dass Du einen Schuh findest und alles sofort wie angegossen sitzt. Deswegen solltest Du Dich bei der Auswahl ruhig trauen, verschiedene Schuhe, Einstellungen, Sohlen- und Sockenvarianten auszuprobieren.

Und natürlich muss selbst bei einem erfolgreichen Kauf im Laufe der Touren immer noch ein wenig nachjustiert werden.

Welche Schuhgröße ist die richtige?

Sicherlich hast Du im Abschnitt mit den verschiedenen Angaben unterschiedlicher Hersteller bereits gemerkt, dass es eine breite Auswahl an verfügbaren Schuhgröße gibt. Um herauszufinden, welche die Richtige ist, kannst Du Dich an folgenden Leitangaben orientieren:

  • Fußbreite
    • schmal: Schale 100 Millimeter
    • mittelbreit: Schale 102 Millimeter
    • breit: Schale 104 Millimeter
  • Fußlänge: Die Fußlänge wird beim Skitourenschuh wie bei anderen Skischuhen auch in Mondopoint (in Zentimetern) angegeben und entspricht der Länge des Fußes der hintersten Stelle der Ferse bis zu der vordersten Zehenspitze.

Wichtig: Sofern Du bereits erwachsen bist, brauchst Du Deine Tourenstiefel nicht größer als Deine normale Schuhgröße auszusuchen. Beim Anprobieren bietet es sich an, einfach auf dicke Socken zurückzugreifen. Auf diese Weise merkst Du schnell, ob Du gleichermaßen genug Platz wie Halt Du im Schuh hast. Für Kinder lohnt sich aber eine Nummer größer, weil die Tourenskischuhe dann wahrscheinlich auch noch in der nächsten Saison genutzt werden können.

Zusätzliche Tipps zu Thermo-Schuhen und Skitourensocken

Wenn Die Außenschale die richtige Größe hat und auch die Bindung passt, bleiben noch die Innenschuhe, die Fußsohlen und die Socken als Variablen, die wesentlich zur perfekten Passform beitragen.

Sofern Du Dich für thermoverformbare Innenschuhe entscheidest, lassen sie sich durch Wärme passgenau an Deinen Fuß anpassen. Dabei ist zu beachten, dass Du die Anpassung in regelmäßigen Abständen (nach circa 20 Touren spätestens) wiederholt, weil die Ausformung durch die Beanspruchung irgendwann nachlässt. Dies könnte sich dann negativ auf die Passgenauigkeit auswirken, was wiederum ungünstige Folgen in Bezug auf Blasen oder die Abfahrtsperformance haben könnte. Um den Innenschuh zusätzlich zu unterstützen, sind hochwertige Skitourensocken* ein Muss. Ideal sind eng sitzende, keine Falten werfende Kompressionsstrümpfe mit Wollanteil.

Und dann gibt es natürlich auch noch Thermo-Einlagen oder Skischuhheizungen, die für zusätzlichen Unterwegs-Komfort sorgen. Welche Modelle für Dich hierbei infrage kommen, ergründest Du am besten selbst. Die Auswahl ist dabei ja ziemlich groß.

Bootfitting Guide w/ Blacksheepsports

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Wie pflegt man Skitourenschuhe richtig?

Sofern Du Dein Skitourenschuh – Set für den Bergsport in der Freizeit längerfristig nutzen möchtest, ist eine regelmäßige und umfassende Pflege unabdingbar. Das liegt insbesondere daran, dass die Tourenstiefel wie andere Alpin-Skischuhe auch wasserdicht sind und einen Feuchtigkeitsabtransport von innen nach außen nur minimal zulassen. Und wie Du Dir garantiert denken kannst, sind Schweiß (inklusive Eiweißen und Proteinen) und Kondenswasser im Bereich zwischen Schuhinnen- und -außenseite sowie Sohle nicht gerade förderlich, wenn es um die Geruchs- oder sogar Schimmelbildung geht. Deswegen sind die 3 folgenden Punkte wirklich wichtig.

Skischuhe nach Touren säubern und trocknen

Gerade beim Tourenski, bei dem Du nicht nur mit Schnee, sondern auch mit Schmutz wie Steinchen konfrontiert wirst, ist es sinnvoll, die Sohlenrillen im Sinne von mehr Halt und mehr Stabilität der Bindung von Dreck zu befreien.

Anschließend reinigst Du die Außenschale und trocknest sie ab, bevor Du die Innenschale entnimmst und letztere am besten mit einem geeigneten Skischuhtrockner trocknest. Achtung: Die Nutzung eines Haartrockners (wodurch sich thermisch geformte Partien wieder verformen könnten) ist genauso wenig zu empfehlen wie der aussichtslose Versuch, Innenschuhe in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit trocken zu bekommen.

Wenn ein Skitourenschuh wieder richtig trocken ist (insbesondere natürlich der Innenschuh), können die einzelnen Bestandteile wieder zusammengesetzt werden. Dabei muss der Innenschuh ohne Falten in den Außenschuh gesetzt werden. Auch die Zunge darf nicht geknickt, geklemmt oder gebogen werden. Danach die Schnallen auf der ersten Stufe einrasten lassen und Dein Schuh ist wieder einsatzbereit.

Skitourenschuh waschen

Prinzipiell leben die meisten Innenschuhe und Einlegesohlen, die aus geschäumten Kunststoff bestehen, länger, wenn Du sie ein- oder zweimal in der Langlaufsaison per Hand durchwäschst. Voraussetzungen, um auf diese Weise Salz, Fett und Schweiß den Kampf anzusagen, sind:

  • Die Schuhe sind dafür überhaupt geeignet. Wenn ja, alles klar. Wenn nicht, fällt das Waschen unter Dein eigenes Risiko.
  • Falls Dir der Hersteller für eine Innenschuh-Wäsche grünes Licht gibt, nimm am besten Funktionswaschmittel, Wasser, das nicht heißer als 40 °C ist und wasche die Teile per Hand im Waschbecken.

Anschließend kannst Du den Innenschuh gründlich ausdrücken (bitte nicht wringen, wenn er sich nicht verformen soll!), per Handtuch vortrocknen und dann mit Küchen- oder Zeitungspapier ausstopfen. Zuletzt lässt Du ihn mit der nach unten offenen Öffnungen fertig trockne. (Das Papier dabei regelmäßig austauschen.)

Tourenstiefel regelmäßig kontrollieren

Der dritte Schritt für langanhaltendes Tourenski-Vergnügen im Offroad-Gebiet. Eine gründliche und stetig wiederholte Kontrolle der Skitourenstiefel gewährleistet, dass…

  • Du abgenutzte Zehen- oder Fersenkappen beziehungsweise gesamte Sohlen rechtzeitig entdeckst und austauschst und
  • bei älteren und / oder stark beanspruchten Schuhen frühzeitig bemerkst, ob und wie spröde der Kunststoff des Außenschuhs eigentlich ist (was Du unter anderem an einer blasseren Farbe bei dunklen oder dem Grauschleier an weißen Skischuhen bemerkst).

Insbesondere Schuhe, die das Alter von 8 Jahren überschritten haben, sind mit Vorsicht zu genießen. Bei ihnen können sich die Weichmacher nämlich bereits zu größeren Teilen verflüchtigt haben, was feine Risse des Kunststoffs zur Folge haben kann. Daher achte beim potenziellen Kauf von gebrauchten Skitouren-Schuhen unbedingt auf das Produktionsjahr (steht auf der Innenseite der Skischuhschale). Oder Du kaufst Dir Neue, dann bist Du direkt auf dem aktuellsten und frischesten Stand.


Zusammenfassung

Wer die Wahl hat, … : Das gilt inzwischen auch bei Tourenstiefeln, weil sich diese Form des Wintersports zunehmender Beliebtheit erfährt. Um das für Dich persönlich beste Modell zu finden, solltest Du Dir deswegen im Vorfeld unbedingt einige Gedanken. Ein guter Ansatz wäre zum Beispiel:

  • zunächst den Fuß auszumessen, um die richtige Länge und Breite zu bestimmen,
  • dann zu überlegen, worauf es Dir in puncto Laufstil (Lieber Race, Freestyle oder etwas ganz anderes) besonders ankommt und ob es für Dich eher um Aufstiege, Abfahrten oder eine gesunde Mischung geht und
  • anschließend zu prüfen, ob Du eher mit Rahmen- oder Tech-Bindungen umgehen kannst.

Was die richtige Anpassung und Pflege betrifft, sind sich die Tourenskischuhe ja doch wieder recht ähnlich. Also viel Spaß beim Stöbern – und wenn Du Dir an einer Stelle nicht sicher bist, frag‘ einfach kompetentes Fachpersonal. Lieber sich einmal mehr erkundigen und kompetent beraten lassen denn zu oft mit unkomfortablen Skitourenschuhen unterwegs sein. Das wäre wirklich schade, denn das Tourenskifahren macht richtig viel Spaß und sorgt garantiert für positive, bleibende Eindrücke.

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://www.hagan-ski.com/inside/blog/tourenskischuhe-darauf-kommt-es-an
[2] https://www.sport-conrad.com/blog/de/tourenskischuhe-mondopoint-und-sohlenlange/
[3] https://www.crazyprices.ch/de/blog/wie-waehle-ich-die-richtigen-tourenskischuhe-aus-b25.html
[4] https://www.barrabes.com/de-de/blog-ski-berg/tipps/2-88/wie-wahle-ich-tourenskischuhe-fur
[5] https://blog.teamalpin.com/neuigkeiten/kaufberatung-fuer-skitouren-und-freerideschuhe/


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