Tourenski Länge berechnen: Körpergrößen Rechner & Größentabelle

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Warum Du unbedingt Deine individuelle Tourenski Länge berechnen solltest? Weil mit einer korrekt ermittelten Länge sowohl Laufkomfort als auch Spaß und Sicherheit einhergehen. Wie das funktioniert, warum es so wichtig ist und was Du vielleicht auch darüber hinaus noch rund um das Thema Tourenski Fahreigenschaften und ihre potenzielle Pistentauglichkeit wissen willst … All das erfährst Du in den folgenden Abschnitten!

Was Du in diesem Artikel lernst:

  • Was zeichnet Tourenski grundsätzlich aus?
  • Welche Faktoren sind wichtig, wenn Du die Tourenski Länge berechnen willst?
  • Wie sind Tourenski für Anfänger*innen idealerweise geschnitten?
  • Welche Marken stellen hochwertige Tourenski her?

Was ist ein Tourenski?

Bei einem Tourenski handelt es sich um ein Langlaufski-Modell, das insbesondere für Offroad-Touren geeignet, in bestimmten Fällen (wie den Allmountain-Ski) aber auch pistentauglich ist. Dabei kommt es auf das individuelle Set an, ob der Tourenski eher beim Aufstieg oder bei der Abfahrt glänzt oder als Allrounder beide Facetten bedient. So oder so zeichnen sich Tourenski aber durch spezielle Bindungen und Steigfelle aus.

Tourenski-Aufbau

Das Innere des Tourenski besteht aus einem Druckgurt, dem eigentlichen Kern sowie einem Zuggurt. Beim Kern punkten aufwendig gearbeitete Ski mit einem Holzkern. Darum herum liegen ein Druck- (oben) und ein Zuggurt (unten), sowohl für die Druckverteilung entlang der kompletten Skilänge als auch für die Torsionssteifigkeit sorgen. Wie sich der Ski letztlich in puncto Fahreigenschaften verhält, hängt also unter anderem von seiner Konstruktionsweise ab. Hierbei lassen sich vier verschiedene Varianten unterscheiden:

  • Sandwichbauweise: Schichtweises Übereinander-Legen und Verleimen der verschiedenen Lagen (Belag, Dämpfung, Kern, Zug- beziehungsweise Druckgurt sowie Deckel), bevor zum zusätzlichen Schutz außen noch Seitenwangen angeklebt werden.
  • Schalenbauweise: Deckel und darunter liegender Druckgurt werden von der Seite her um den Kern gezogen und reichen bis zur Kante.
  • Torsionsbox: Druck- und Zuggurt werden zugunsten einer massiven Glasfaser- beziehungsweise Carbonummantelung ersetzt.
  • CAP-Bauweise: Hierbei wird lediglich der Kunststoffdeckel an den Seiten bis auf die Kanten gezogen.

Prinzipiell kommen auch Mischformen der verschiedenen Konstruktionen infrage. Grundsätzlich haben sich aber Schalenbauweise und die Torsionsbox als qualitativ besonders hochwertig, weil als sehr stabil erwiesen. Was insofern wichtig ist, als gerade bei einem hohen Tempo Stabilität für ein ruhiges Fahrverhalten sorgt. Zudem braucht es bei hartem oder eisigem Schnee genug Kantengriff, der wiederum auf einer ausreichend hohen Torsionssteifigkeit beruht. Dank der CAP-Bauweise hingegen werden die Tourenski sehr leicht, sind allerdings weniger langlebig und nicht ganz so stabil.

Skigeometrie

Im Bereich der Skigeometrie fällt Dir beim Tourenski sicherlich als erstes die Taillierung auf. Mit diesem Begriff (alternativ genutzte Bezeichnung: Sidecut) wird der Unterschied der Skibreite von der Schaufel (Tip) über die schmalere Stelle an der Bindung bis zum wieder breiter werdenden Heck (Tail) bezeichnet. Um die einzelnen Breiten bei den verschiedenen Typen wird es gleich in einem separaten Abschnitt noch einmal genauer gehen. Nur eins schon einmal vorab: Je schmaler die Ski, desto wendiger sind sie. Das vereinfacht zwar den Aufstieg und sorgt auch bei der Abfahrt für die Möglichkeit, kleine knackige Radien zu fahren. Allerdings haben breitere Ski einen höheren Auftrieb, was Abfahrten bei Tiefschnee und ungünstigen Schneeverhältnissen deutlich komfortabler macht. Womit wir schon bei einem der wichtigsten Auswahl-Aspekte angekommen wären …

Erst den Einsatzzweck bestimmen, dann die Tourenski Länge berechnen

Die Länge ermitteln, schön und gut. Doch bevor es soweit ist, solltest Du Dir zunächst überlegen, was Du mit Deinen Tourenski überhaupt vorhast.

  • Willst Du lieber eine lange und mehrtägige Wanderung durch ein abwechslungsreiches Gelände unternehmen?
  • Möchtest Du möglichst schnell einen Berg hochsausen?
  • Oder ist die Abfahrt (am besten durch richtig schönen Tiefschnee) genau Dein Ding?

Je nachdem, worauf Deine Wahl fällt, stehen Dir in etwa die folgenden Modelle zur Verfügung:

Aufstiegsorientierter Tourenski

Sie zeichnen sich durch ein besonders geringes Gewicht (unter 1.300 g, oft nur im 1.000-g-Bereich oder sogar darunter) und einen schmalen Schnitt (maximal 82 mm Breite an der Bindung). Diese Konstruktion sorgt einerseits für einen sehr leichten Aufstieg. Andererseits bringt sie Einbußen bei der Abfahrtsperformance mit sich, weil die Ski durch ihr geringes Gewicht nicht so stabil sind und die geringe Breite nicht so viel Auftrieb generieren kann.

Abfahrtsorientierter Tourenski

Bei einem solchen Modell kannst Du mit einem Gewicht von etwa 1.500 g oder noch etwas mehr rechnen (wobei es für mehrtägige Touren nicht mehr sein sollte!). Die Breite liegt im Bereich von etwa 90 bis 100 mm und hat tolle Eigenschaften für die Abfahrt im Gepäck. Durch die hohe Stabilität und den durch die Breite gegebenen Auftrieb steht also auch der Abfahrt im Tiefschnee nichts im Wege. Allerdings sind steile Aufstiege und lange Touren durch das hohe Gewicht doch zuweilen sehr anstrengend.

Allround-Tourenski

Sie stellen einen ziemlich guten Kompromiss dar und sind deswegen für Skitouren-Einsteiger*innen besonders zu empfehlen. Bei einer Breite von 80 bis 90 mm nimmst Du dank ihrer dezenten Taillierung sowohl angenehme Aufstiegseigenschaften als auch eine ausreichende Portion Auftrieb bei der Abfahrt mit. Hinzu kommt ein moderates Gewicht (häufig im Bereich von etwa 1.300 g), so dass Du nicht ganz so viel Kraft wie bei den Abfahrern investieren musst. Freilich darfst Du bei ihnen in keiner Kategorie wahre Wunder erwarten. Doch darum geht es am Anfang ja auch noch gar nicht. Viel eher steht der grundsätzliche Spaß und Komfort im Vordergrund.

Freeriding-Tourenski

Mit einem Gewicht von etwa 1.500 g und einer Taillenbreite von 95 bis etwa 110 mm sind Freeride-Modelle nun wirklich nicht für einen zügigen Aufstieg bei einem mittleren Krafteinsatz geeignet. Ihre Stärken liegen eindeutig in der Abfahrt, wo sie für reichlich Fahrspaß im Tiefschnee sorgen. Allerdings solltest Du bereits etwas Übung auf Tourenski besitzen, bevor Du Dich auf diese doch ziemlich breiten Bretter stellst. Übrigens: Freerider zählen zu den wenigen Skitour-Exemplaren, bei denen beim Tourenski Länge berechnen auch schon einmal ein Wert à la „Körperlänge = Skilänge“ (oder sogar noch ein bisschen mehr als Körperlänge) sinnvoll sein kann.


Tourenski Länge berechnen: Welche Länge brauche ich?

Als prinzipielle Faustformel gilt bei klassischen Tourenski für Einsteiger „Körpergröße minus 15 bis 5 Zentimeter.“ Aber ist es damit wirklich allumfassend getan? Wenn eine Frage so gestellt wird, kannst Du selbstverständlich von einem Nein ausgehen. Die angegebene Regel bietet Dir lediglich eine gewisse Orientierung, in welchem Bereich Du Dich in etwa für ein gesundes Maß an Fahrspaß und Sicherheit bewegen solltest. Möchtest Du Deine individuelle Tourenski Länge berechnen, musst Du eine Vielzahl an Faktoren miteinbeziehen und abwägen, welchen Aspekt Du stärker oder schwächer werten willst / musst.

  • Körpergröße und Gewicht (Dabei ist das Körpergewicht nicht ganz so wesentlich. Aber natürlich macht es einen Unterschied, ob man 50 oder 90 kg wiegt.)
  • Einsatzzweck (Unterscheidung zwischen aufstiegs- und abfahrtorientierten Modellen – explizite Freerider können sogar noch länger sein)
  • Fahrkönnen (Tourenski für Profis können deutlich länger sein als solche für Anfänger*innen)
  • Skityp an sich (klassischer Tourenski, Allmountain-Ski oder Freeride-Ski)

Tourenski Längen Rechner

Deine Körpergröße:

100cm

Welcher Ski Typ bist Du?
Tourenski für Einsteiger (- 10cm)
Allrounder Tourenski (- 5cm)
Sportlicher Tourenski (+ 5cm)

Optimale Tourenski Länge:

Tourenski Komplett Sets

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Letzte Aktualisierung: 30. November 2021 um 0:40 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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Wie wichtig sind Körpergröße und Gewicht beim Tourenski Länge berechnen?

Deine Körpergröße bietet einen ersten Anhaltspunkt, wie lang die für Dich besten Tourenski sein könnten. Allerdings erklärt es sich wohl von selbst, dass eine Person mit 1,60 m Körpergröße in dieser Hinsicht andere Bedürfnisse hat als jemand mit 1,90 m. Viel wichtiger als die reine Länge ist aber, wie gut Du grundsätzlich skifahren kannst, ob Du eher auf der Piste oder Offroad unterwegs und und und.

Ähnliches trifft auf das Gewicht zu. Je höher es ist, desto härtere Ski bieten sich an. Das ist wichtig, damit der von der auf den Ski aufgebrachte Druck die komplette Ski-Kantenläge ebenmäßig erreicht. Die Benutzung der Kante natürlich vorausgesetzt. Also: Nutze Deine Körpergröße und Dein Gewicht als Zünglein an der Waage, wenn Du zwischen zwei verschiedenen Längen schwankst. Mache Dich aber nicht auf Gedeih und Verderb von ihnen abhängig.

Einsatzzweck und Fahrkönnen

Kürzere oder längere Ski? Gar nicht so leicht zu sagen. Vielleicht helfen Dir die folgenden Überlegungen aber doch ein wenig weiter. Du willst häufiger auf präparierten Pisten unterwegs sein und legst Wert auf einen eher geringen Schneewiderstand, aber eine hohe Drehfreudigkeit bei schnellen und eher kurzen Schwüngen? Dann sind kürzere Ski für Dich gut geeignet, zumal sie (wenn sie nicht super-kurz sind) auch langsameres Fahren ermöglichen und Dir Fahrfehler nicht allzu übel nehmen. Denke aber daran, die Ski nicht zu kurz zu wählen, da Du ansonsten Probleme mit der Haltung bekommen könntest.

Längere Ski kommen mit weniger Drehfreudigkeit daher, verfügen aber über eine höhere Auflagefläche. Ideal für Tiefschnee und große Schwünge beim Offroad-Freeriding – zumal diese Tourenski dann auch bei höheren Geschwindigkeiten vergleichsweise ruhig laufen. Allerdings brauchst Du etwas mehr Erfahrung in der Kontrolle Deiner Bretter.

Tourenski Länge für Einsteiger, Allrounder und Sportliche Skifahrer
Diese Infografik steht unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY. Sie darf bei Nennung bzw. Verlinkung der Quelle gerne verwendet werden.

Tourenski Länge berechnen: Auf den Ski-Typ kommt es an!

Neben Deinem persönlichen Können kommt es auch auf den Grundtyp der zur Verfügung stehenden Tourenski an, wie lang die einzelnen Modelle ausfallen.

  • Klassische Tourenski* für Einsteiger sollen vergleichsweise wendig und leicht sein und bewegen sich deswegen meist im Längenbereich der oben genannten Faustformel.
  • Vergleichbares gilt für Allround Ski*, die Du auch sehr gut auf der Piste nutzen kannst. Bei ihnen macht es aber nichts, wenn sie ein wenig dichter an Deine Körperlänge heranrücken. Von daher sind Modelle mit Längenwerten von „Körpergröße minus 5 Zentimetern“ recht beliebt. Kein Wunder, denn die etwas größeren Ausmaße bringen eine bessere Abfahrtsperfomance mit sich.
  • Freerideski* sind mit Abstand die längsten Tourenski und verfügen meistens über Längen von plus 5 bis 15 Zentimetern im Vergleich zur Körperlänge. Gleichzeitig muss hierbei auch gesagt werden, dass die längsten und breitesten Exemplare eindeutig für Profis mit richtig viel Lust ordentlich Schwung und große Kurven auf tiefen Pulverschnee bei der Abfahrt gedacht sind. Zum entspannten Aufsteigen sind sie aufgrund ihres Gewichts und ihrer Ausmaße nicht wirklich geeignet. Aber dafür sind sie natürlich auch nicht konzipiert worden.
So findest du die richtige Skilänge für Tourenski, Freerideski oder Allrounder | Bergzeit

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Tourenski Länge berechnen Tabelle

Wie bereits gesagt, lautet die ungefähre Faustformel: Tourenski-Länge gleich Körpergröße minus 5 bis 15 Zentimeter. Dabei kommen Anfänger*innen tendenziell mit kürzeren Modellen aufgrund der besseren Kontrollierbarkeit oft besser als mit längeren Modellen zurecht. Daraus ergibt sich in Bezug auf die Tourenskilänge jedoch eine recht große Bandbreite – wie Du der folgenden Tabelle entnehmen kannst. Aber Achtung: Sie dient nur der groben Orientierung!

Körpergröße (in cm)Tourenskilänge (in cm)
150von 135 bis 145
155von 140 bis 150
160von 145 bis 155
165von 150 bis 160
170von 155 bis 165
175von 160 bis 170
180von 165 bis 175
185von 170 bis 180
190von 175 bis 185
195von 180 bis 190

Bis zu etwa 10 Zentimeter Unterschied kommen Dir sehr viel vor? Verständlich. Und tatsächlich können 10 Zentimeter Varianz sehr viel ausmachen. Allerdings solltest Du Dich nicht stoisch an den Tabellenwerten orientieren und diese als in Stein gemeißelt betrachten. Schließlich bestimmen diverse Faktoren die für Dich ideale Tourenski Länge. Somit ist es durchaus denkbar, dass das für dich perfekte Modell eben doch eine zusätzliche Nummer länger oder kürzer ist, als Du nach diesem Schnellüberblick vermuten würdest. Scheue Dich im Zweifelsfall also nicht, Dich von Expert*innen bei Dir vor Ort individuell persönlich beraten zu lassen.


Welche Skibreite beim Tourenski Länge berechnen?

Die Breite für Tourenski reicht von etwa 78 bis über 100 mm in Bezug auf die Mittelbreite. Wie breit die für Dich geeignetsten Varianten sind, hängt davon ab, was für ein Fahrverhalten Du an den Tag legst.

  • Aufstiegsorientierte Tourenski*: Bei ihnen reicht die Breite meist bis etwa 83 mm. Damit sind sie schlanker und weniger tailliert als viele andere Modelle. In der Folge ermöglichen diese Eigenschaften und der damit verbundene vergleichsweise geringe Radius (etwas mehr als 14 m) das Laufen von engeren Spitzkehren, was gerade bei Aufstiegen sehr hilfreich ist. Kleiner, aber logischer Nachteil: Beim Tiefschnee ist ihr Auftrieb vergleichsweise gering. Doch dafür gibt’s natürlich auch eine Lösung in Form der folgenden Modelle …
  • Abfahrtsorientierte Tourenski*: Tourenski dieses Typs verfügen über Breiten von mehr als 90 mm und eignen sich damit hervorragend für sportliche Abfahrten. Auch im Tiefschnee.
  • Allround-Tourenski*: Tourenski Länge berechnen, fertig? Dann brauchst Du noch die richtige Breite! Bei Allround-Exemplaren reicht sie von 84 bis 95 mm. Dabei sind gerade Modelle bis 89 mm sowohl mit tollen Fahreigenschaften als auch vergleichsweise wenig Gewicht ausgerüstet. Breitere Tourenski fallen in den Bereich abfahrtsorientiert und kommen mit einer noch besseren Abfahrtsperformance daher. Dafür musst Du beim Aufstiegshandling aber auch einige zusätzliche Abstriche machen. Gerade am Anfang vielleicht (noch) nicht die beste Wahl.
  • Freetouring Ski*: Sie sind mehr als 95 mm breit und können in bestimmten Fällen sogar die 110 mm knacken. Damit sind sie allerdings auch eindeutig Freerider*innen und / oder Abfahrtsprofis vorbehalten. Denn diese können mit den schwereren Ski und dem für die Bewegung benötigten Plus an Kraftaufwand schon besser umgehen. Außerdem setzen auch ein steiles Gelände, Querungen und Spitzkehren mit breiteren Tourenski mehr Übung voraus.

Welcher Radius bei Tourenski?

Der Kurvenradius der Tourenski ergibt aus dem Verhältnis zwischen Länge des Skis und der breite der Taillierung. Das Ganze folgt dann dem proportionalen Verhältnis „Je taillierter der Ski, desto kleiner der Radius“. Die Werte bei Tourenski liegen dabei im Mittel zwischen etwa 14 und 20 m, wobei Racing-Varianten die schmalsten und Freerider die größten Radien für sich verbuchen können. Bei der Auswahl der für Dich geeigneten Ski solltest Du Dir neben der Frage nach der Taillierung und dem damit verbundenen Auftrieb auch die Frage stellen, wie drehfreudig Deine Bretter sein sollen.

  • Denn je drehfreudiger, desto leichter kannst Du beispielsweise Spitzkehren laufen. Allerdings musst Du bei einer eher schmalen Mittelbreite auch mit einer geringeren Stabilität und mit weniger Kantengriff (beziehungsweise mit mehr notwendigem Druck) bei steilen Gefällen und harten Schneeoberflächen rechnen.
  • Ein größerer Radius dagegen bringt viel Spaß bei der Abfahrt mit, ist jedoch beim Aufstieg nicht ganz so vorteilhaft.

Von daher: Alles hat seine Vor- und Nachteile und es liegt an Dir, zu ergründen, was am besten zu Dir und Deinen persönlichen Vorstellungen passt.


Welche Tourenski für Anfänger?

Als Einsteiger*in greifst Du am besten zu Allrounder-Modellen*. Bei diesen handelt es sich zwar nicht um explizite Experten für den Aufstieg oder die Abfahrt. Dafür erzielen sie in beiden Bereichen wirklich vernünftige Ergebnisse. Womit sie Dir im Umkehrschluss die Möglichkeit bieten, Deine persönlichen Wünsche und Präferenzen in aller Ruhe kennenzulernen. Mit einer Taillierung von etwa 85 bis 95 mm und einem Radius von ungefähr 15 bis 18 m bist Du zeitgleich sehr flexibel, was die Aufstiegs- und Abfahrtsperformance betrifft. Parallel dazu müsstest Du mit leichten bis mittelschweren Bedingungen mit ein wenig Übung relativ schnell gut zurechtkommen. Checke auf jeden Fall bei der Suche nach geeigneten Exemplaren, welche Modelle die Hersteller von sich aus für Anfänger*innen empfehlen.

Und beachte immer, dass das Tourenski-Gehen bereits einige Erfahrung beim Skifahren voraussetzt! Als absolute*r Ski-Anfänger*in sind also zunächst einige Alpinski-Stunden Pflicht. Das Motto „Runter kommen sie alle“ ist auf Skipisten und im Gelände nämlich keinesfalls zutreffend. Das gilt übrigens auch für bereits erfahrenere Langläufer*innen, da eine steile Skitour-Abfahrt noch einmal eine eigene Klasse für sich ist.

Davon abgesehen bietet es sich beim Skitouren-Gehen immer an, zunächst eine Piste hochzulaufen und wieder herunterzufahren. (Wichtige Informationen, wo dies erlaubt ist und an welche Regeln Du Dich dabei halten musst, findest Du beispielsweise auf den Homepages diverser Skigebiete) Und, ebenfalls immer eine gute Idee: Schließe Dich bereits erfahrenen Skitouren-Geher*innen an und profitiere vor Ort von ihren Erklärungen und Deinen eigenen praktischen Erfahrungen. Denn letztlich bringt Dir die beste Tourenski-Ausrüstung nichts, wenn Du nicht mit Deinen Ski umgehen kannst.

Letzte Aktualisierung: 30. November 2021 um 18:20 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Welcher Tourenski für die Piste?

Falls Du Dich beim Tourenski-Gehen besonders für die Abfahrten interessierst, solltest Du Dir genau überlegen, welche Tourenski Du benötigst.

  • Offpisten-Modelle, die sich bei einem zerfahrenen oder sogar unverspurten Bodenbereich anbieten.
  • Oder Allmountain-Varianten, die sich für das Pistenfahren besonders lohnen, weil dort ihr Schwerpunkt liegt – die aber auch gleichzeitig einen Geländeabstecher erlauben.

Wie die Zwischenüberschrift bereits andeutet, sind Allmountain-Ski für die Tour auf der Piste die deutlich bessere Wahl. Ihre Bauweise entspricht dem 70-30-Prozent-Prinzip (70 % Pisten-, 30 % Gelände-Auslegung) und bringt damit gewisse Vorteile mit sich.

So sind sie meist zwischen 74 und 80 mm (normale Varianten) und 80 bis 90 mm (Wide-Modelle) breit. Schmale Exemplare können es folglich mit Slalomcarvern aufnehmen. Breitere Modelle sind auf der Piste freilich etwas träger, machen dafür Offroad bei reichlich Schnee viel Spaß. So oder so kommt ein Kurvenradius von 15 m oder mehr dazu, der zwar keinen mega-aggressiven Fahrstil zulässt, sportlichen Ambitionen jedoch durchaus entgegenkommt. Von daher lohnen sie sich definitiv für Skipisten-Nutzer*innen, die einen Abstecher ins Gelände unternehmen wollen. Und jetzt? Fehlt nur noch das Tourenski Länge berechnen! Auch bei den Allmountain Ski kannst Du mit der Körperlänge minus 5 bis 15 Zentimetern planen. Wobei ein geringerer Abzug bei der Länge eindeutig für mehr Dynamik sorgt.


Welches Gewicht sollten Tourenski haben?

Je leichter, desto besser? Das stimmt bei Tourenski weitgehend. Für Einsteiger*innen aber doch nicht ganz. Immerhin sind die mit Abstand leichtesten Tourenski Modelle für professionelle Racer*innen. Und mit denen möchtest Du es zumindest ganz am Anfang bestimmt nicht aufnehmen. Von daher (und aufgrund der sehr zwecks Gewichtsersparnis recht spartanischen Konstruktion) bringen Dir ultraleichte Varianten nicht unbedingt den größten Vorteil. Denn wenngleich Du dank ihnen und ausreichend Übung superschnell die Berge erklimmen kannst, können sie es in puncto Performance mit abfahrtsorientierten Modellen nicht wirklich aufnehmen.

Hochwertige Allround-Modelle dagegen sind sowohl im Aufstiegs- als auch im Abfahrtsmodus recht komfortabel zu nutzen und unter dem Strich ebenfalls nicht besonders schwer. Gewichte von 1,0 bis 1,5 Kilogramm pro Ski sind keine Seltenheit und sinnvoll. Zum Einen, weil ein wenig mehr Gewicht für mehr Stabilität bei der Abfahrt sorgt. Und zum anderen, weil Du ja auch noch die Bindung und den Schuh und damit noch einmal 1 bis 2 Kilogramm pro Fuß mit einrechnen musst. Somit bist Du schnell bei 3 bis 4 Kilogramm pro Fuß, die Du pro einzelnem Schritt bewegen musst – und die sorgen früher oder später garantiert für müde Beine.

Lange Rede, kurzer Sinn: Achte auf möglichst wenig Gewicht bei guter Abfahrtsstabilität. Dann dürfte es mit den Tourenski eigentlich passen.

tourenski-set

Und welche Skilänge brauche ich als Anfänger?

Möchtest Du nun die passende Tourenski Länge berechnen? Dann kannst Du grob gesagt von Deiner Körpergröße minus 10 bis 15 Zentimetern ausgehen. Wenn sie eher einen Tacken kürzer als länger sind, kann das aufgrund der besseren Kontrollierbarkeit durchaus einen Vorteil darstellen. Denn kürzere Tourenski lassen sich tendenziell besser in den Griff bekommen als sehr lange Modelle. Aber Achtung: Es ist keine gute Idee, den kürzesten erhältlichen Ski zu wählen!

Sehr kurze Ski bringen wenig Fläche mit. In der Folge fällt eine falsche Körpergewichtsverlagerung sofort unangenehm auf. Und gerade am Anfang will man verständlicherweise nicht sofort demotiviert werden. Auf die Dauer ist eine möglichst gute Technik unter dem Strich aber am ökonomischsten. Außerdem zieht sie den meisten Spaß nach sich. Deswegen lohnt es sich der Besuch einer kompetenten Skischule beziehungsweise der Tourengang mit erfahrenen Tourengeher*innen auf jeden Fall. Mit Tourenski der richtigen Länge zu laufen, trägt allerdings auch schon einiges zum Erfolg bei.


Aus welchem Material sind Tourenski?

Damit ein Tourenski auf einen Schlag möglichst leicht, stabil und flexibel ist, besitzt er meist einen Holzkern. Hierfür bieten sich vor allem Pappel- oder Paulownia-Holz an. Zweites ist ein Baumglockenbaumgewächs, dessen Holz auch für Konstruktionen im Bereich Boots- und Flugzeugbau sowie bei der Musikinstrument-Herstellung genutzt wird. Darüber hinaus wird zuweilen auch Bambus verwendet. Für noch mehr Stabilität sorgt eine Verleimung mit Tannen- und Espenholz-Schichten. Im Bindungsbereich kommen auch Carbon- beziehungsweise Metallplatten zum Einsatz. Und dann kommt noch ein Netz aus Carbon oder Titanal® und Glasfaserverstärkungen als Außenhülle dazu.


Was kosten Tourenski?

Die Preise für Tourenski hängen davon ab, ob Du Dich erst einmal ausprobieren möchtest oder nach einem Expert*innen-Modell suchst, das selbst den allerhöchsten Ansprüchen gerecht wird. Dementsprechend schwanken die Preise zwischen gut 250 und 500 € im Anfänger- bis Fortgeschrittenen-Bereich. Profis, die an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen, investieren je nach Tourenski-Disziplin auch mehr als 1.000 €.

Dies ist für Dich allerdings kein Muss und unter Umständen noch nicht einmal besonders sinnvoll. Immerhin willst Du Deine persönlichen Präferenzen wahrscheinlich erst einmal etwas genauer auf den Prüfstand stellen oder Deine bereits gewonnenen Kompetenzen ein wenig vertiefen. Von daher dürften Allrounder-Tourenski* im Bereich um die 250 bis 400 € pro Paar höchstwahrscheinlich schon ganz passend sein. Sparfüchse, die nicht ganz so viel Geld am Anfang ausgeben wollen, sollten vielleicht auch mal einen Blick auf Ebay riskieren. Hier gibt es oft günstige gebrauchte Langlaufski Sets* in gutem Zustand.


Wie wachst man Tourenski?

Skitouren-Ski zu wachsen lohnt sich aus den verschiedensten Gründen. Einmal, weil die Ski dann besser gleiten und sich besser drehen lassen. Und dann auch, weil der Fellkleber nicht so schnell am Belag haftet, wie es bei trockenen Belegen der Fall sein kann. Am besten wachst Du Deine Tourenski durchschnittlich einmal pro 5 Skitouren. Es kann aber auch sein, dass Dein Belag schon vorher graue, trockene Stellen bekommt. Dann musst Du eben schon ein wenig eher ‚ran.

Für das Wachsen sind heiße Universalwachse ohne Fluor geeignet. Ohne Fluor deshalb, da der Fellkleber ansonsten nicht mehr haftet. Allerdings sind die meisten normalen Wachse sowieso fluorfrei – und auch bei den teureren Profiwachsen wird inzwischen auf diesen Inhaltsstoff verzichtet.

Der Vorgang an sich läuft dann wie folgt ab:

  • Skibelag säubern, bei Bedarf auch abbürsten.
  • Das Wachs auf die auf der Packung angegebene Temperatur bringen und gleichmäßig auf die Ski-Unterseite auftropfen.
  • Anschließend ein altes Bügeleisen erhitzen (nicht zu heiß!) und das Wachs mit ebenmäßigen Bewegungen verteilen.
  • Eine Stunde einziehen lassen und zum Schluss überschüssige Wachsreste per Abziehklinge herunterholen.

Welche Marken bieten gute Tourenski an?

Zu den besten und beliebtesten Herstellern von Tourenski zählen…

Zusammenfassung

Um festzustellen, welche Tourenski-Länge die wirklich richtige für Dich ist, wertest Du am besten verschiedene Faktoren wie…

  • Körpergröße und Gewicht (je größer und schwerer, desto länger auch die Ski),
  • Einsatzgebiet der Ski (eher Aufstieg oder Abfahrt?),
  • persönliches Können (Anfänger*innen wählen am besten kürzere, weil leichter beherrschbare Tourenski als Profis) sowie den
  • tendenziell am geeignetsten Typ (klassischer, Racing-, Allmountain- oder Freeride-Ski?) aus.

Hast Du danach eine ungefähre Vorauswahl getroffen, musst Du noch berücksichtigen, dass Deine Tourenski im Hinblick auf den Aufstieg vergleichsweise leicht, im Fokus auf die Abfahrt aber auch ausreichend stabil sein sollten. Verschiedener Hersteller wie Hagan, Fischer und Co. haben sich dabei angenehmerweise der Entwicklung cleverer Allrounder-Varianten gewidmet, sodass Dir ein Einstieg mit solchen Modellen relativ gut gelingen dürfte – prinzipielle Skifahr-Erfahrung natürlich vorausgesetzt.

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://my.sportler.com/tourenski-optimale-skitourenausruestung/
[2] https://www.sport-conrad.com/blog/de/skitouren-guide-der-richtige-ski-fur-deine-tour/


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