Langlauf ist deine Welt? Du bist gerne schnell unterwegs und liebst es, alles zu geben? Dann musst du unbedingt Skating Ski ausprobieren!

Skating Ski

Unterschiede von Skating Ski zu Langlaufski

Die Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Wintersportvarianten lassen sich in den Bereichen Bewegung und Material ausmachen.

Die Bewegung beim klassischen Langlaufstil ist eine diagonale Vorwärtsbewegung (linker Arm hinten, rechts Bein hinten, Fuß drückt dich nach vorne ab), bei der der Schwung geradeaus geführt wird.

Beim „Skaten“ hingegen stößt du dich seitlich mit den Beinen ab. Dadurch bist du dynamischer und schneller unterwegs. Wobei es beim Skating Ski sehr viele verschiedene Technikvarianten gibt, die sich beim Arm- und Beineinsatz, aber auch in Bezug auf die Schuhe und die Stöcke unterscheiden.

Folglich ergeben sich einige Veränderungen bei Material und den Pisten. Fährst du beim klassischen Langlaufski in einer festen Spur, steht dir beim Skating Ski stattdessen eine plattgewalzte Schneefläche zur Verfügung. Davon abgesehen sind Skating-Ski kürzer, die Stöcke dafür länger. Auch besitzen die Ski unterschiedliche Biegelinien. Zudem sind Skaters steifer und lassen selbst bei hoher Belastung eine Berührung des Bodens durch das Mittelteil nicht zu.

Für die Skating-Ski brauchst du aufgrund der fehlenden Steigezone kein Steigwachs.

Also doch schon einige bedeutende Differenzen. Folglich sind für jede Einzelsportart auch einzelne Ski ideal. Denn mit dem jeweils passenden Material macht’s eben doppelt so viel Spaß.

DSV-Experten-Tipps | Skating 2-1 am Berg (Skilanglauf – Skating-Technik)
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Kalorienverbrauch

Du möchtest dich beim Wintersport nicht nur bewegen, sondern gleichzeitig eine ordentliche Portion Kalorien abbauen? Unter diesen Umständen ist Skating Ski genau deine Sportart! Durch die regelmäßigen Bewegungen ohne große Pausen und die gleichzeitige Inanspruchnahme von Arm-, Rumpf- und Bauchmuskeln fallen hier bis zu 800 kcal / Stunde dem Bedarf deines Körpers zum Opfer.

Im Vergleich dazu sehen andere Wintersportarten fast ein bisschen blass aus. Wenngleich einige auch an der Pole Position des Skating-Skis knabbern …

Winter Sport Kalorienverbrauch Tabelle

  1. Skitouren

    700 kcal / Stunde

  2. Eislaufen

    600 kcal / Stunde

  3. Skifahren

    450 kcal / Stunde

  4. Rodeln

    300 kcal / Stunde

  5. Winter Spaziergang

    250 kcal / Stunde


Wie groß kann die Geschwindigkeit beim Skating Ski werden?

Hier kommt es ganz auf deine Kondition und deinen Trainingsgrad an. Während viele ambitionierte Freizeitsportler(innen) oft Werte zwischen 15 und 18 km/h laufen, schaffen Fortgeschrittene und Profis auch mehr als 20 km/h.

In diesem Rahmen ist Dario Cologna beispielsweise auch den Engadin Ski Marathon beim Skating Ski mit mehr als 26 km/h im Schnitt gelaufen.

Dann kannst du dir ja ausrechnen, dass sich beim Sprinten die 30-km/h-Grenze durchaus knacken lässt …


Was ist beim Kauf von Skating Ski unbedingt zu beachten?

Skating Ski Langläufer

Welche Langlaufski eignen sich für Anfänger?

Du fragst dich, ob Skating Ski für Anfänger geeignet ist? Aber klar!

Sicherlich ist der klassische Langlauf in Kombination mit der festen Spur am einfachsten zu erlernen, wenn du noch nie auf Brettern gestanden hast. Doch wenn du schon Übung mit Inline-Skates oder Schlittschuhen hast und eine gute Grundkondition mitbringst, stellt ein direkter „Sprung“ zur Skating-Option meist kein ernstzunehmendes Problem dar.

Wichtig ist nur, dass du nicht beide Techniken gleichzeitig lernen solltest, weil du dich damit sehr wahrscheinlich sehr gründlich verzetteln würdest.

Womit schon die Frage nach den richtigen Skating Ski für Anfänger erreicht ist. Diese zeichnen sich vor allem durch die

  • richtige Größe,
  • ein akzeptables (vergleichsweise leichtes) Gewicht,
  • eine gut händelbare Bindung und
  • die tatsächliche Zugehörigkeit zum Skating

aus.

Langlaufski für andere Sportarten, die beispielsweise mit Schuppen an der Steigzone besitzen, kommen daher nicht infrage. Und auch eierlegende Wollmilchsäue bewähren sich im echten Leben beim besten Willen nicht. Also: Du bist dir unsicher, welche Ski für dich ideal und was die Knackpunkte für dein eigenes Fahren sind? Gönn‘ dir einen Tag auf der Bahn, leih‘ dir Skating-Ski bei einem professionellen Verleih und verschaff‘ dir einen ersten genauen praktischen Eindruck. Dadurch hast du noch kein Geld ausgegeben und bist trotzdem deutlich schlauer!

Langlaufski Beratung – Skating Ski / Skatingski
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Welche Bindungen gibt es?

Skating Ski zeichnen sich durch zwei unterschiedliche Hauptbindungssysteme aus:

  • Das SNS (Salomon Nordic System) und
  • das NNN (New Nordic System)

Da sie sich nicht miteinander kombinieren lassen, müssen deine Schuhe und die Bindung auf jeden Fall zueinander passen. Also Augen auf bei der Auswahl und beim Kauf!

Der Vorteil beim SNS System ist der größere Halt und die bessere Führung. Das NNN System punktet mit einer niedrigeren Höhe, weshalb du dichter am Schnee bist und ein noch besseres Gefühl für ihn haben könntest.

Zu den jeweiligen Systemen gehören noch einige Untergruppen, die ich der Vollständigkeit halber kurz erwähnen möchte:

  • NIS (Untergruppe des NNN, mit diesem kompartibel)
  • Prolink System (Ergänzung zum NNN und NIS)
  • Turnamic IFP Bindung (NNN- und Prolink-Schuh-kompartibel – mit sehr flexiblem Drehhebel-System) zur besseren Verstellbarkeit – werkzeugfrei

Was für dich am ehesten infrage kommt? Wie fast immer: Am besten mit Expert(inn)en besprechen und ausprobieren…

Skating Ski Schuh

Wie lang sind Skating Ski?

Grundsätzlich sind Skating-Ski kürzer als klassische Langlauf-Ski, dafür aber auch steifer. Diese höhere Torsionssteifheit und noch einige andere Eigenheiten wie verstärkte Seitenwangen, eine abweichende Biegelinie und die zügigere Energierückführung sorgen dafür, dass die Skier den Ansprüchen an diese Langlauf-Variante bestens gewachsen sind.

Eine Faustregel zur Ermittlung der passenden Länge sieht so aus: Die Körpergröße plus 10 cm ergibt die Skating Ski Grundlänge.

Hinzu kommt eine Anpassung für das Gewicht, weil die notwendige Ski-Spannung unter beziehungsweise über einer gewissen Kilogramm-Zahl ebenfalls über die Ski-Länge hervorgerufen wird. Dabei gilt

  • -5 cm: sehr leichte Läufer(innen)
  • 0 cm Veränderung: Normalgewicht
  • +5 cm Veränderung: recht schwere Läufer(innen)

Und, last but not least: Sind die Ski als Allround- oder als Renn-Varianten gedacht? Dann musst du bei den Rennski noch einmal 5 cm oben drauf legen.


Welche Härtegrade gibt es?

Wie für die klassischen Langlauf-Ski bestehen auch bei den Skating Ski drei verschiedene Härtegrade.

Skating Ski Härtegrade

Stiff (steif)
Medium
Soft (weich)

Dabei empfiehlt sich stiff für ein höheres, medium für ein normales und soft für ein leichteres Gewicht.

Für welche Variante du dich aber letztlich entscheidest, wird nicht nur von deinem Gewicht beeinflusst. Auch deine Beinabstoßkraft spielt hierbei eine entscheidende Rolle, weshalb sich im Zweifelsfall immer ein Testlauf zum besseren Einschätzen anbietet.


Skating Ski mit Schuppen oder ohne?

Schuppen- oder auch Nowax-Ski kamen in den 1980er Jahren das erste Mal auf den Markt. Ihr Sinn: Durch die leichtere Pflege – immerhin fiel der Angang mit dem Wachsen der Ski weitgehend weg – konnten sich immer mehr Menschen für den Langlauf begeistern.

Der Trick dabei: Durch die mechanische Steighilfe war es viel einfacher, beim Steigen am Berg nicht nach hinten wegzurutschen – ohne die Ski-Steigzone noch einmal wachsen zu müssen. Wobei die Behandlung der Gleitzone davon so oder so ausgenommen war.

Dieser Vorteil trifft aber eindeutig eher auf klassische Langlauf-Ski zu. Denn für Skating Ski benötigst du so oder so kein Steigwachs, weil sie keine Steigzone besitzen. Gleitwachs alleine reicht und muss eh (wenn auch nicht täglich) aufgetragen werden.

Von daher – und weil du ja viel der Zeit möglichst weit gleiten und dabei nicht gebremst werden möchtest – sind schuppenfreie Skis auf die Dauer die bessere Wahl. Insbesondere dann, wenn du schon Erfahrungen gesammelt hast und richtig beschwingt unterwegs sein möchtest.

Skating Nowax Ski

Was darf ein guter Skating Ski kosten?

Qualitativ höherwertige Skating-Ski starten etwa ab einer Preisklasse von 200,00 € aufwärts. Danach sind die Grenzen nach oben hin offen.
Es ist dann eben einfach die Frage, wie groß deine Ansprüche sind und ob dir eher Ski für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profis vorschweben.

Als Einsteiger(in) bist du aber in einem Preisfeld von etwa 200,00 € bis 300,00 € recht gut aufgehoben. Und wenn du spezielle Wünsche oder Fragen hast, ist eine persönliche Beratung immer die beste Idee.


Empfehlung: Rossignol Zymax Skating

Der Zymax Skating von Rossignol* ist wie für dich gemacht, wenn du in Bezug auf Skating Ski Blut geleckt und dir ein ausgeklügeltes System für Freizeitläufer(innen) kaufen willst.

Letzte Aktualisierung am 14.11.2019 um 05:49 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Durch die besonders leichte Konstruktion (640 gr bei 180 cm Länge) und das dünne Kernprofil steht einem weiten Gleiten über die Loipe nichts mehr im Weg. Dieser Effekt wird durch den Racing Cobra Sidecut (40/44/43) und die Doppelrille noch einmal unterstützt.

Gleichzeitig sind die in 160, 180 und 190 cm Länge erhältlichen Skatingski NIS-kompartibel und versprechen in puncto Bindung einen hohen Komfort.

Kurz gesagt: Die Rossignol Zymax Skating Ski stehen für ein gelungenes Gesamtpaket, das dich bei Wind und Wetter souverän unterstützt.

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Langlaufski
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