Was im ersten Moment nach viel Arbeit klingt, ist unter dem Strich eher eine Frage der Übung. Allerdings einer Übung, die sich lohnt. Denn mithilfe von Skiwachs und dem richtigen Zubehör wirst du viel länger Freude an deinen Ski haben – und sie werden es dir mit Langlebigkeit und perfekten Laufeigenschaften danken.

gewachste Langlaufski

Warum sollte man seine Langlaufski regelmäßig wachsen?

Einer der wichtigsten Gründe, warum du deine Langlaufski wachsen solltest: Der gleichmäßige Gleitfilm zwischen Ski und Schnee, der deine Muskelkraft in Schwung verwandelt.

Oder anders gesagt: Der Belag deiner Ski verfügt über eine Vielzahl an feinen Poren. Treffen nun Schnee und Ski aufeinander, sorgen Reibung und Druck für einen Wasserfilm, auf dem deine Ski gleiten. Wenn aber das Wasser in die Poren gelangen kann, bremst das die Ski – fast genauso, wie wenn sich ein Wasserglas an eine glatte Tischfläche ansaugt.

Damit das nicht passiert, und du mit viel Schwung vorankommst, ist Ski präparieren angesagt. Durch das Aufbringen von hydrophobem, also wasserabweisendem Wachs verringert sich der Saugeffekt; deine Langlaufski gleiten folglich besser.

Weil das Wachs durch den dauerhaften Kontakt mit den kantigen Schneekristallen aber aus den Poren entfernt wird, musst du es eben regelmäßig neu auftragen. Bei hartem und kaltem Schnee unterm Strich schneller als bei feuchten und stumpfen Schneevarianten.


Wie oft sollte man seine Langlaufski wachsen?

Profilangläufer(innen), deren Ski perfekt laufen sollen, greifen täglich zum Wachs.

Als Freizeitfahrer(in) musst du dich nicht ganz so sehr damit beeilen. Doch alle zwei, drei Tage darf es schon sein, wenn du in der Loipe oder offroad unterwegs bist. Weißliche Partien auf den Ski sind auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass sich die Ski über etwas Pflege freuen.

Wenn du deinem Zubehör etwas Gutes gönnen willst, kannst du ihm zwischen den einzelnen Wachsvorgängen auch mit Waschspray (Entfernung von in den Poren befindlichem Schmutz) oder mit Sprühwachs nahe kommen.

Langlaufski wachsen und abziehen
189619672 | © Elizaveta – Fotolia.com

Was kostet es circa, wenn man seine Langlaufski wachsen lässt?

Bei den Preisen für das Langlaufski-Wachsen musst du zwischen kleinem oder großem Service unterscheiden.

Das reine Wachsen liegt meistens bei Preisen ab 10 €. Für größere Arbeiten mit Belag- und Kantenschliff, Ausbessern des Belags, Heißwachs, Bügeln, Struktur und Bindungseinstellung sind mindestens 20 bis 25 € fällig.

Diese Preise gelten aber nur unter Vorbehalt und sind auf davon abhängig, in welcher Region und ob du dich auf der Strecke oder im Tal befindest. Im Zweifelsfall also immer die genauen Preise vor Ort im Vorfeld checken und vergleichen!


Welches Wachs eignet sich hierfür?

Als Faustegel gilt hierbei: Weicheres Wachs für länger liegenden und härteres Wachs für kalten und / oder frisch gefallenen Schnee.

Davon abgesehen unterscheidet man auch noch einmal

  • Heiß- und Kalt-,
  • fluorhaltige und -freie sowie
  • Steig- und Gleitwachse.

Heißwachse werden mithilfe eines Bügeleisens auf den Ski aufgebracht. Dadurch wird das Wachs beim Langlaufski wachsen flüssig und erreicht selbst die Tiefen der Poren.

Innerhalb der Heißwachse lassen sich noch einmal fluorhaltige und -freie Wachse unterteilen. Fluorwachse gehören im ambitionierten Fortgeschrittenen- und Profibereich zur Ausrüstung, weil sie Wasser stärker abweisen und daher im Vergleich zu den Hydrocarbonwachsen (fluorfrei) bessere Gleiteigenschaften besitzen. Dafür sind sie auch deutlich teurer (abhängig vom Fluorgehalt) und beim Präparieren anspruchsvoller an die Handwerkskunst des Ausführenden.

Kaltwachse dagegen werden rein oberflächlich aufgebracht, was einerseits schneller geht und leichter zu machen ist. Dafür halten sie nicht so lange wie Heißwachse und sind auch nicht ganz so leistungsstark.

Ebenfalls eine Unterscheidung wert sind Steig- und Gleitwachse.

Steigwachs für die Steigzone: Hartwachs, das am Schnee haftet, wenn du dich an diesem abstößt. Hartwachs (kristalliner Schnee) – Klister (Eis oder nasser Schnee)

Gleitwachs für die Gleitzonen: Heiß- oder Kaltwachs. Abhängig vom eigenen Anspruch und Bedarf.


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Wie wachst man seine Langlaufski richtig?

Langlaufski mit Schuppen und ohne Schuppen

Erst checken, dann arbeiten: Langlaufski wachsen bedeutet nicht, dass du einfach alle Flächen komplett mit irgendeinem Wachs überziehst. Welche Flächen mit welchem Wachs behandelt werden sollten, hängt davon ab, ob du Langlaufski mit oder ohne Schuppen besitzt.

Langlaufski ohne Schuppen besitzen entweder nur Gleitzonen (beispielsweise Skating Ski) oder Gleit- und Steigzonen (klassische Langlaufski). In beiden Fällen müssen die Flächen mit dem jeweils zugehörigen Wachstypus behandelt werden.

Bei Langlaufski mit Schuppen braucht es kein Wachs auf der Steigzone, sondern ein Flüssigwachs-Spray. Die Gleitzonen hingegen werden wieder ‚ganz normal‘ gewachst.

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Detaillierte Anleitung zum Wachsen der Langlaufski

Bevor es mit dem Langlaufski wachsen losgeht, legst du dir am besten alle notwendigen Materialien zurecht. In puncto Örtlichkeit ist eine ausreichende Belüftung sehr wichtig – Skiwachsdämpfe gehören nicht gerade zum Gesündesten, was du einatmen kannst.

Mit diesem Zubehör kannst Du deine Ski wachsen:

  1. robuster Tisch oder Werkbank

  2. Ski-Halterung oder Wachsständer

  3. Wachsarten, die du benötigst

  4. etwa 0,5 Zentimeter dicke Kunststoff-Abziehklinge

  5. Nylon-, ggf. auch Bronzebürste

  6. Rillenstift

  7. Bügeleisen

    (Wachsbügeleisen sind genauer regulierbar, was bei Fluorwachsen von Vorteil ist; ein altes anderes funktioniert bei anderen Wachsen aber auch recht gut.)

  8. weiches Baumwolltuch

  9. Staubsauger

Skibeläge für das Wachsen vorbereiten

Vor dem Wachsen steht die grobe Reinigung des Skibelags auf dem Programm. Hierbei leistet dir die Nylon- oder Bronzebürste gute Dienste, indem du mit einer gesunden (!) Mischung aus Gefühl und Kraft die Flächen von altem Wachs und Schmutz reinigst. Eine andere Option ist das Auftragen und Bügeln von Wachs, sofern du dieses noch warm direkt wieder abziehst.

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Langlaufski wachsen – die Gleitzonen

Wenn du Heißwachs verwendest, kannst du es direkt auf das Bügeleisen auftragen und damit auf die Ski bringen oder noch kalt auf die Ski geben. Hauptsache, das Wachs ist gleichmäßig verteilt. Danach kannst du es bei maximal 140° C gleichmäßig einbügeln. Aber Achtung: Zu hohe Temperaturen und zu langes Verweilen an einer Stelle schaden den Ski! Das Wachs darf nicht rauchen – ist es dennoch der Fall, musst du die Temperatur reduzieren.

Gute Idee: Falls vorhanden, ist am Bügeleisen die Einstellung „Wolle oder Seide“ Gold wert!

Anschließend dürfen die Ski eine gute halbe Stunde bei Zimmertemperatur abkühlen, bevor du das Wachs abziehst und sie ausbürstest.

In diesem Arbeitsschritt legst du mit einem Rillenstift zunächst die Belagsrille frei. Danach trägst du das überflüssige Wachs mit der Abziehklinge von der Belagseite ab, sodass lediglich die Poren bedeckt sind. Bei aufgeriebenem Wachs darf übrigens mehr stehen bleiben als bei aufgetropftem. Danach reinigst du die Belagsstruktur durch Ausbürsten und durch das Entfernen von Staub (weiches Baumwolltuch benutzen).

Zum Schluss brauchst du nur noch die Wachsflusen wegzusaugen. Wobei du etwas mehr Zeit einplanen solltest, der elektrostatischen Aufladung sei „Dank“ …

Grundpräparation von Langlaufski Skate/Classic mit Gleitparafinen + Strukturierung
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Langlaufski wachsen – die Steigzonen bei klassischen Langlaufski

An dieser Stelle stellt sich die Frage zwischen Hart- oder Klisterwachs. Ist diese geklärt, musst du die Steigzone mithilfe von Kreppband abkleben. Auch zusätzliches Zubehör wie ein Schleifpapier mit grober Körnung, ein Spatel, Wachsentferner und Wachskork sollten bereitliegen. In beiden Fällen reinigst du die Steigzone zunächst mit einem Wachsentferner und Spatel und raust sie mit Schleifpapier auf.

Danach kommt es beim weiteren Prozess zu leichten Abweichungen. Trägst du vor dem Hartwachsen erst ein Basiswachs auf, bügelst es ein und lässt das Ganze circa zehn Minuten erkalten, nutzt du beim Klisterwachs einen Basisklister.

Während du beim Hartwachs eine dünne Schicht aufträgst, sie verkorkst und mit dem Wachskork fest verreibst (3 – 4 Wiederholungen), wird der Klister im Fischgrätenmuster aufgetragen. Die Rillen der Steigzone dürfen dabei keinen Klister aufnehmen. Danach kann auch er per Wachskork verkorkt werden.


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Oder mit anderen Worten: Durch eine Universalmischung superschnell und perfekt gewachste Ski für Temperaturen zwischen +10° und -10°C .


Kann man seine Ski auch ohne Bügeleisen wachsen?

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Ski präparieren ohne Bügeleisen? Yes, you can – per Toko Express Pocket*!

Das fluorhaltige Universalflüssigwachs bewährt sich bei Temperaturen zwischen -30° und 0° C und eignet sich für sämtliche Langlaufbeläge und Schneearten.

Der Auftrag mithilfe des Schwammapplikators und die kurze Wartezeit, bis es eingezogen ist (knappe Minute) und das schnell mögliche Abreiben machen es zu deinem perfekten Begleiter, wenn du deine Ski auf der Piste spontan nachwachsen möchtest.

Echter Pluspunkt: Ein vorheriges, aufwändiges Reinigen der Ski vor dem Auftragen ist nicht notwendig – du bist als wieder superschnell am Start.

Langlaufski
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