Ohne die richtigen Langlaufstöcke kein Skilanglauf. Schließlich sind sie ein unverzichtbares Zubehör fürs Schwungholen und machen – zusammen mit den Armen und korrekt eingesetzt – den Beinen in puncto Vortrieb echte Konkurrenz. Deswegen möchte ich dir in den folgenden Abschnitten einen kurzen Überblick über die diesbezüglich wichtigsten Facts und Tricks geben.

Langlaufstöcke

Welche Länge müssen die Langlaufstöcke haben?

Je nach Langlauf-Sportart schwankt die richtige Länge für die Stöcke. Gleichzeitig existiert aber auch eine Gemeinsamkeit: Alle Maße für gut sitzende Langlaufstöcke berechnen sich immer in Abhängigkeit von deiner Körpergröße.

Welche Länge müssen Langlaufstöcke haben?

Klassischer Langlauf: Körpergröße x 0,85, bei Wettbewerben x 0,83 (Stöcke müssen bis unter die Achseln reichen)
Nordic Cruiser: Wie beim klassischen Langlauf, abzüglich 5 Zentimeter
Ski Skating: Körpergröße x 0,9 (Stöcke bis unter das Kinn)
Rollerski: Wie beim Skating, zuzüglich der Standhöhe der Rollski

Oder für eine 180 Zentimeter große Person umgerechnet:

  • Klassischer Langlauf: 153 Zentimeter lange Langlaufstöcke
  • Nordic Cruiser: 148 Zentimeter lange Stöcke
  • Skating: 162 Zentimeter lange Stöcke
  • Rollerski: grundsätzlich 162 Zentimeter lange Stöcke plus der Aufschlag für die Skiroller-Standhöhe

Doch nicht nur die richtige Länge, auch die passende Steifigkeit ist von großer Bedeutung.

Aus diesem Grund solltest du beim Langlauf unbedingt auf feste Stöcke setzen. Teleskopstöcke könnten sich aufgrund der großen Belastung an der völlig falschen Stelle öffnen oder sogar brechen.

Von daher: Besser auf die passende, fixe Länge setzen. Falls du genau zwischen zwei Größen liegst, hängt es etwas von deinem bevorzugten Fahrstil ab, ob du lieber die längeren oder kürzeren Modelle nehmen solltest. Apropos Steifigkeit …


Langlaufstöcke aus Alu, Carbon oder Fiberglas?

Was sind die entscheidenden Punkte beim Materialverhalten?

Das für den jeweiligen Langlaufstock eingesetzte Material hat erhebliche Auswirkungen auf die Steifigkeit, das Pendelverhalten und das Gewicht. In puncto Gewicht kannst du davon ausgehen, dass die Stöcke deutlich leichter werden, je professioneller der Bereich wird, in dem sie genutzt werden sollen. Das hat schlicht und ergreifend mit dem deutlich geringeren Kraftaufwand zu tun, der für ihre Handhabung vonnöten ist.

Noch wichtiger ist allerdings die Komponente Steifigkeit: Sie beeinflusst, wie die Umwandlungsquote Armkraft – Vortrieb ausfällt. Je stabiler die Stöcke, desto weniger Kraft geht zwischenzeitlich verloren und desto leichter fällt dir das Laufen.

Und auch das Pendelverhalten ist nicht zu unterschätzen. Bei entsprechenden Messungen wird ermittelt, in welchem Maß Langlaufstöcke nach vorne gependelt oder vor dem Einstich in den Boden abgebremst werden können. Brauchst du dabei viel Kraft, wird es auf der Strecke anstrengender.

Aluminium, Glasfaser oder Carbon: Welches Material für welche Fälle?

Wie du schon gesehen hast, ist die Rolle der Steifigkeit in Bezug auf Langlaufstöcke nicht zu unterschätzen. Diese wird vor allem durch Carbon als Werkstoff gewährleistet, sodass hundertprozentige Modelle bei professionellen Langläufern hoch im Kurs stehen.

Aber auch Mischungen aus Carbon und Glasfasern haben ihre absolute Daseinsberechtigung.

Und last but not least kommen im Freizeit- oder Backcountry-Bereich auch Aluminium-Stöcke infrage, die durch ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Darüber hinaus sind flexiblere Stöcke auf längeren Strecken auch angenehmer für die Arme, insbesondere für die Ellenbogen.

Klingt im ersten Moment noch nicht ganz so übersichtlich? Hier alle Infos noch einmal im Überblick:

Carbon

  • Vorteile: besonders stabil, hervorragende Kraftübertragung
  • Nachteil: ziemlich bis sehr teuer, bruchanfälliger, strengen die Ellenbogen auf Dauer mehr an als Aluminium
  • Anwendungsbereich: tendenziell Profisportler(innen)

Carbonmischungen mit Glasfasern

  • Vorteile: sehr stabil, immer noch sehr gute Kraftübertragung (je mehr Carbon, desto besser)
  • Nachteil: immer noch gehobenere Preisklasse
  • Anwendungsbereich: Einsteiger(innen) unerfahrene Langläufer(innen), die Wert auf hochwertiges, aber nicht unbedingt günstiges Material legen

Aluminium

  • Vorteile: solide, funktioniert gut, angenehm für die Arme, preisgünstig
  • Nachteil: Kraftübertragung geringer als bei Carbonstöcken
  • Anwendungsbereich: Anfänger(innen), die erst einmal in den Skilanglauf hineinschnuppern und nicht gleich höhere Summen für Langlaufstöcke ausgeben wollen

Welche Schlaufensysteme gibt es?

Die wichtigste Faustregel bei den Schlaufen für Langlaufstöcke ist: Individuell einstellbar müssen sie sein.

Nur so kannst du sie mit der Hand mittig packen und in der Handfläche halten, ohne von der Schlaufe gestört zu werden. Davon abgesehen lassen sich einige Schlaufensysteme unterscheiden, die – wie immer – alle ihre Vorzüge und Haken haben.

ergonomisch geformte, in der Weite anpassbare Schlaufen

  • Vorteil: wirklich auf den Zentimeter genau anpassbar.
  • Nachteil: Da sich die Größe meist auf die Stocklänge bezieht, muss bei nicht-proportionalen Schlaufen (bspw. lange Stöcke, kleine Hände) nachgerüstet werden

Einklicken der Schlaufe in die Stöcke

  • Vorteil: Einfach per Knopfdruck lösbar, hakt sich bei Stürzen vom Stock ab und minimiert das Verletzungsrisiko.
  • Nachteil: Schlaufe ist nicht so gut auf die individuelle Handgröße anpassbar. 

2-Punktschlaufensystem 

  • Vorteil: Schlaufe individuell anpassbar, kein Verrutschen, gute Kraftübertragung.
  • Nachteil: Keine
Schlaufensystem Langlaufstöcke

Weiteres Zubehör wie Griffe, Stockspitzen und Co.

Keine effektiven Langlaufstöcke ohne ebensolche Griffe. Bei ihnen kommt es darauf an, dass sie gut greifbar und keinesfalls zu rutschig sind. Ob du dich bei ihnen eher für Kunststoff- oder Korkgriffe entscheiden solltest, ist deine persönliche Geschmackssache. Schließlich findet der eine Kork aufgrund seiner Natürlichkeit und Wärme angenehm; der andere ist der Meinung, dass Kunststoff besser isoliert. Also: Probier’s am besten selbst aus!

Ebenfalls wichtig: Stockspitzen und Schneeteller. Sie gehören beim Skilanglauf zueinander wie die Milch zu den Cookies. Bei den Spitzen kommen Stahl oder höherwertiges, dafür auch teureres Hartmetall infrage. Schneeteller zeichnen sich durch ihre aerodynamische Form und ihre Tauglichkeit für alle Schnee- und Streckenbedingungen aus. Ausnahme sind ganz spezielle Teller für Profisportler(innen), wenn eine extrem ausgeklügelte Technik dabei hilft, eine Sekunde einzusparen. Aber für Fans des entspannten bis ambitionierten Freizeitsports sind sie nicht notwendig.

Um deine Langlaufstöcke auch außerhalb der Loipen oder der Offroad-Strecken sicher transportieren zu können, benötigst du zudem noch eine Tasche. Längenverstellbare Köcherkonstruktionen im Tube-System sorgen dafür, dass du immer die perfekte Menge an Stöcken im Gepäck hast. Wenn die Tasche zudem noch wind-, wasser- und schmutzabweisend sind, ist dein Zubehör bestens geschützt.


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